Sorgfältige Forschungs- und Entwicklungsarbeit verstehen wir als Fundament innovativer Produkte. Um die Wirksamkeit unserer Produkte unter realen Bedingungen zu validieren und weitere Anwendungsfelder zu erschließen sind oft groß angelegte Studien nötig. Deshalb beteiligen wir uns in Zusammenarbeit mit verschiedenen Unternehmen, Universitätskliniken und Krankenhäusern fortlaufend an öffentlich geförderten Forschungsprojekten.

Abgeschlossene und laufende Forschungsprojekte

Anwendung von Dyphox® zur Reduktion der Übertragung von Keimen im Krankenhaus
Projekt PACMAN

gefördert durch
Bayerische Forschungsstiftung

Laufzeit
10/2020 bis voraussichtlich 10/2023

Status
laufend

Projektbeschreibung

Im Juli 2008 wird erstmals der Erreger Acinetobacter baumannii auf der Verbrennungsstation der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) isoliert. Erst 10 Monate später gelingt die Beseitigung des hochresistenten Keims. In der Zwischenzeit werden 23 Erkrankungen – davon 20 nosokomial übertragene – verzeichnet. Ein Albtraum für Patienten und medizinisches Personal.

Wie kommt es zu solchen Ausbruchsszenarien und welchen Rolle spielen häufig berührte Oberflächen für die Verbreitung der Keime? Die wissenschaftliche Evidenz zu Hotspots und Verbreitungswegen von Erregern im Krankenhaus ist leider noch stark limitiert. Schon die Ergebnisse der Feldstudie MikroPhob zeigten eindeutig, dass Dyphox® Beschichtungen nicht nur die mittlere Keimlast auf Oberflächen signifikant senken, sondern auch Keimlastspitzen verhindern. Wird durch diesen positiven Effekt auch die Verbreitung von nosokomialen Erregern eingedämmt? Das Projekt PACMAN (kurz für Photo Active Cytotoxic treatment of Microorganism And a New quick test) nimmt sich dieser Fragestellung an. Ziel des Projekts des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) ist unter anderem die Verbreitung von Krankenhauskeimen auf zwei Intensivstationen des UKR zu kartieren. Dazu werden modernste Sequenziertechniken eingesetzt, um so eine Art Bewegungsprofil der Krankheitserreger auf Oberflächen zu erhalten. Schließlich sollen die Bewegungsprofile von antimikrobiell beschichteten und Kontroll-Oberflächen verglichen werden.


Anwendung von Dyphox® in der Lebensmittelindustrie
Projekt PhotoDekon

gefördert durch
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Laufzeit
01/2020 bis voraussichtlich 01/2022

Status
laufend

Projektbeschreibung

Zur Reinigung und Desinfektion von Produktionsanlagen werden in der lebensmittelverarbeitenden Industrie verschiedene Methoden wie Hitzeinaktivierung, UV-Bestrahlung oder aggressiven Chemikalien angewendet. Auf der Suche nach alternativen und ergänzenden Hygienemaßnahmen wurde das Forschungsprojekt PhotoDekon ins Leben gerufen. Durch PhotoDekon soll der Einsatz der Photodynamik zur effizienten und permanenten Entkeimung von Förderbändern und Maschinenteilen in der fleischverarbeitenden Industrie erforscht werden. Dazu werden zwei Ansätze verfolgt: Die Entwicklung einer antimikrobiellen Sprühlösung, welche bedarfsbedingt auf Förderbänder und Maschinenteile aufgesprüht werden kann. Außerdem, die Entwicklung einer Lösung zur dauerhaften antimikrobiellen Ausstattung von Förderbändern und Maschinenteilen. Dieser Ansatz bietet den Vorteil, dass die Farbstoffe während des Produktionsprozesses nicht direkt in Kontakt mit den Fleischprodukten kommen, aber trotzdem effizient den antimikrobiell wirksamen Singulett-Sauerstoff erzeugen können. Die Anforderungen an die Entwicklung einer dauerhaften Beschichtung sind neben der antimikrobiellen Wirkung eine gute Haftung auf verschiedenen Materialien sowie Beständigkeit bei mechanischen Belastungen und Reinigungsvorgängen.


Anwendung von Dyphox® zur Reduktion der Keimlast auf Oberflächen im Krankenhaus
Feldstudie MikroPhob

gefördert durch
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Laufzeit
03/2017–10/2018

Status
abgeschlossen

Projektbeschreibung

In deutschen Krankenhäusern kommt es jährlich zu mehr als 800.000 nosokomialen also im Krankenhaus erworbene Infektionen. Um dieser hohen Zahl entgegenzuwirken wird neben Aktionen zur Verbesserung der etablierten Hygienemaßnahmen wie Händedesinfektion nach weiteren Präventionsmaßnamen gesucht. Besonders im Hinblick auf den weltweiten Anstieg antibiotikaresistenter Bakterien sowie die demographische Entwicklung sind zusätzliche und alternative Hygienemaßnahmen sehr gefragt. Um den Einsatz von antimikrobiellen Beschichtungen zur Verringerung der bakteriellen Last auf patientennahen Oberflächen zu erforschen wurde das Projekt MikroPhob ins Leben gerufen. Im Rahmen der Feldstudie wurden über 20 verschiedene Oberflächen entweder mit einer Dyphox® Beschichtung oder einer nicht aktiven Kontrollbeschichtung ausgestattet. Über mehrere Monate wurde regelmäßig die Anzahl der Bakterien auf den aktiven und Kontrollflächen bestimmt und verglichen. Der klinische Alltagsbetrieb sowie die routinemäßige Desinfektion der Oberflächen liefen während der Studie unverändert weiter.

Ergebnis

Die Auswertung der Studienergebnisse ergab, dass die bakterielle Last auf mit Dyphox® beschichteten Oberflächen im Vergleich zu Kontrolloberflächen signifikant verringert war. Das relative Risiko für hohe Keimlasten kann durch Dyphox® Beschichtungen um bis zu 67% gesenkt werden. Nachzulesen sind genauere Details der Studie in einer kürzlich veröffentlichten wissenschaftlichen Publikation.